Donnerstag, 15. März 2012

Anleitung: Papier falten

Wie faltet man Papier? Zusammenfalten, glattstreichen, fertig!

gefaltetes Papier mit sauberer Kante
Eigentlich ist das Papierfalten eine sehr einfache und intuitive Sache, aber für das Origami muss zwei grundlegende Regeln beim Falten des Papiers beachten:

Das ordentliche Falten und das Glattstreichen der Falze:

Das ordentliche Falten:

Die Kanten des Papiers, die bündig über einander liegen sollen oder die entlang einer bereits vorgefalteten Hilfslinien gefaltet werden sollen, müssen so exakt wie möglich ausgerichtet werden. Allein ein Versatz von einem halben Millimeter oder eine Abweichung von wenigen Grad machen sich im fertigen Modell deutlich bemerkbar. Da beim Origami fast immer an bereits vorher gefalteten Linien entlang gefaltet wird, potenzieren sich Abweichungen in jedem Schritt, bis das Ergebnis total krumm und schief ist. 

Niemals krumm und schief falten!
Das Glattstreichen der Falze:

Die Falze, die gefaltet werden, müssen immer mit dem Fingernagel oder einem Falzbein glatt gestrichen werden. Je schärfer ein Knick ist, desto besser kann man ihn in den folgenden Schritten sehen und desto besser kann man an ihm entlang falten.


Und so faltet man Papier richtig:

Schritt 1:

Man überlegt sich, wie das Papier gefaltet werden soll. Für das Beispiel falte ich eine Talfalte, um das Quadrat in zwei gleich große Rechtecke zu teilen. Die Pinke Seite ist die spätere Innenseite, die Außenseite ist Violett.

Papier entlang der imaginären Hilfslinie falten
Schritt 2:

Man nimmt die vordere (untere) Kante des Papiers und visiert mit den vorderen Ecken die jeweiligen hinteren Ecken des Papiers an.


vordere Ecken auf hintere Ecken legen
Schritt 3:

Man legt die Ecken genau auf einander und überprüft dann, dass die Kanten des Papiers genau bündig liegen. Solange man den sich unten andeutenden Knick noch nicht feststreicht, kann man oben frei ausrichten.

Ecken überprüfen und Kante ausrichten
Schritt 4:

Mit dem Daumen der rechten Hand wird die Mitte der oben auf einander liegenden Kanten gesucht. Dann streicht man mit dem Daumen in einer geraden Linie nach unten, so dass man auch an der unteren Kante ungefähr die Mitte trifft.

Mitte des Papiers abstreichen
Schritt 5:

Der Daumen bleibt weiterhin auf dem Papier liegen. Mit dem Daumennagel wird jetzt die untere Kante zum Rand hin ausgestrichen, so dass sich ein gleichmäßiger Falz ergibt.

Kante zum Rand ausstreichen
Schritt 6:

Nun wird der andere Daumen oben in der Mitte angesetzt und gerade nach unten gestrichen, um noch einmal die Mitte zu suchen.

wieder Mitte des Papiers abstreichen
Schritt 7:

Auch die andere Hälfte der unteren Kante wird mit dem Daumennagel nach außen ausgestrichen, damit sich ein scharfer Falz bildet.

übrige Kante zum anderen Rand ausstreichen
Schritt 8:

Zur Absicherung streicht man noch einmal mit dem Fingernagel den ganzen unteren Falz ab!

Fertig!

Ein gleichmäßiges Rechteck hat sich ergeben. Die Ecken liegen genau auf einander, alle Kanten sind bündig.

sauber gefaltetes Rechteck

Kleiner Tip für Vielfalter:

Wer oft faltet oder sich die Arbeit etwas einfacher machen will, der sollte sich ein Falzbein zulegen. Damit kann man die Falze mit höherem Druck glattstreichen. Sie werden so erstens fester, zweitens wird gerade helles Papier nicht verschmutzt und drittens werden die Fingernägel nicht so in Mitleidenschaft gezogen. Wer mal einen ganzen Blumenstrauß an Orchideen gefaltet hat, wird verstehen, was ich meine!

Alle Schritte, die ich mit meinen Daumen beschrieben habe (mittig entlang fahren, ausstreichen, falzen) kann man mit einem Falzbein hervorragend durchführen.

Falzen mit dem Falzbein


Origami Grundkurs

Origami Symbole
Talfalte
Bergfalte
Falten und Entfalten
Auf einen Punkt falten
Anstreicher Hut
Papier Schiffchen

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