Dienstag, 17. Januar 2012

Cento Wolle

Vor über einem Jahr habe ich eine wunderschöne Wolle bei einer Freundin gesehen, die ich mir umgehend besorgt habe:
Lana Grossa: Cento Farbe 28





Es handelt sich hierbei um eine recht dicke Wolle der Firma Lana Grossa, die zu  53 % aus Merino Schurwolle und zu 47 % aus Polyacryl besteht. Sie wird in Knäueln zu je 50g (ca. 70 m) verkauft und hat einen wunderbar abgestimmten Farbverlauf - in diesem Fall ist von Beere über Aubergine, Orange, Taubenblau bis zu einem zarten Olivton alles dabei. Sie ist wunderbar warm, weich und flauschig, neigt allerdings durch den hohen Naturwollanteil zum Verfilzen, was man hinterher im Maschenbild deutlich sieht.
Leider ist diese Wolle aus der letzten Saison, so dass man sie kaum noch irgendwo nachkaufen kann.

Tipps:
Manschette:

Vor dem Stricken die Manschette vorsichtig lösen und gut weglegen, weil man sich meistens den Farbcode der jeweiligen Wolle nicht merken kann und dann steht man ziemlich dumm da, wenn man sie eventuell Wochen später nachkaufen möchte. Außerdem ist es sinnvoll, sich die Farbcharge (rechts auf dem Bild) zu merken und nur Wolle aus der gleichen Charge für ein Kleidungsstück zu verwenden. Da Schurwolle ein Naturprodukt ist, fallen die Farben bei Einfärben der verschiedenen Chargen unterschiedlich aus und das würde man dann im fertigen Werkstück deutlich sehen.
Falls man sich nicht merken kann, wie die Wolle zu pflegen ist, helfen einem die Pflegesymbole auf der Manschette im Übrigen, das mühsam gefertigte Kleidungsstück auch in Zukunft gut zu pflegen - wer will schon verfilzte Miniaturmützen, nur weil man vergessen hat, dass man Wolle nicht in die Kochwäsche geben sollte?!

Wegrollen:

Kaum etwas ist beim Stricken nerviger, als wenn einem ständig die Wolle wegrollt, vielleicht sogar herunterfällt und dreckig wird. Es gibt aber einen ganz einfachen Trick, wie man das vermeiden kann: Nach dem Entfernen der Manschette greift man in das Wollknäuel hinein und zieht (nach etwas Gefummel) das innere Ende heraus, um damit zu arbeiten. Das äußere Ende wird unter den äußersten Wollschichten eingeschoben, damit es sich nicht abwickeln kann. Schon kann man ohne lästiges Wegrollen abspulen, da die Wolle von innen her wunderbar abläuft, ohne dass das Knäuel herumrollen muss.
Besonders praktisch ist es, wenn man die Wolle in ein Täschchen legt, was man oben bis auf einen kleinen Ring  zuzieht, aus dem der Faden herausgezogen werden kann - dann kann die Wolle auf keinen Fall schmutzig werden, verfilzt nicht bei der Arbeit und ist auch nach dem Stricken schnell weggepackt.

Leider funktioniert dieser Trick nur bei industiell gewickelten Knäueln. Handgewickelte Knäuel haben (außer wenn man sie mit einem Wollwickler aufgespult hat) leider kein Loch und müssen im Säckchen munter vor sich hinkullern.

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