Freitag, 2. März 2012

Rückblick: Taschenmesserhülle

Heute zeige ich euch die Taschenmesserhülle, die ich für meinen Vater genäht habe. Sie ist sehr schlicht und sieht ziemlich unspektakulär aus, aber ich möchte die Idee trotzdem vorstellen, denn sie ist unheimlich praktisch.

die Taschenmesserhülle
Praktisch warum? Nun, die Taschenmesserhülle bietet den einzig brauchbaren Schutz gegen Fussel-Translokation.

Ihr kennt doch sicherlich alle das Phänomen der Fussel-Translokation, oder? So bezeichnet man den Vorgang, durch den sich alle Fussel der gesamten Umgebung auf übersinnliche Weise schlagartig ausgerechnet in der eigenen Hosentasche materialisieren. Für gewöhnlich, ist das nicht all zu dramatisch, wo doch die normalen Effekte der Fussel-Translokation durch eine beherzte Maschinenwäsche der Hose beseitigt werden können.

Problematisch ist dieses Phänomen aber insbesondere im Zusammenspiel von Hosentaschen und Taschenmessern, da eben jene Taschenmesser fusselomagnetische Eigenschaften aufweisen. Sie ziehen Fussel an und lagern sie in ihre vielen Ritzen und Spalten ein, so dass eine manuelle Trennung nur durch aufwändigen Wattestäbchen-, Zahnstocher- und Zahnbürsteneinsatz zu erreichen ist.

An diesem Punkt kommt die Taschenmesserhülle ins Spiel, denn der Fusselomagnetismus des Taschenmessers wird bei Verwendung einer solchen Hülle umgehend neutralisiert, so dass eben diese Hülle das Taschenmesser wirksam vor einer Fusselanlagerung schützen kann.

Taschenmesserhülle in Benutzung
Auf diese Weise muss ein Taschenmesser deutlich seltener gereinigt werden. Es lässt sich viel besser öffnen und eignet sich auch, um mal unterwegs beim Picknick ein Stück Wurst oder Käse abzuschneiden.

Messer in der Hülle
Ich habe diese Hülle aus einfachem schwarzen Baumwollstoff gefertigt. Die Laschen lappen über das Messer, so dass von keiner Seite aus Fusseln in die Hülle eindringen können, wenn sie mit dem eingenähten Klettverschluss geschlossen wird.
Die Fotos sind vielleicht nicht sehr gut, aber mein Vater benutzt diese Hülle nun schon eine ganze Weile und an den Verformungen und Knitterfalten könnt ihr erkennen, dass sie ausgiebig (täglich!) genutzt wird.

Kommentare:

  1. Als mitbetroffene Mitnutzerin kann ich nur bestätigen, daß die Picknikwurst nun erheblich besser schmeck, als vorher mit den Sandeinlagerungen! Nachahmendswert! Mu

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    1. Wurst mit Sandeinlagerungen ist auch wirklich nicht erstrebenswert!

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