Mittwoch, 22. Februar 2012

Rückblick: Würfelbecher

Vor einiger Zeit ist mir ein Würfelbecher kaputt gegangen. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und ihn nicht nur repariert, sondern auch noch gealtert, damit er richtig urig wirkt. So habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und die Kratzer und Flecken für gewollt erklärt.

Frizzis Würfelbecher

Da das Leder mit einem nicht sonderlich stabilen Faden vernäht war, der auch Grund für den frühen Tod des Bechers war, habe ich diesen zuerst einmal auseinander genommen.

Dann habe ich den Becher rundherum eingefettet. Dadurch wurde er dunkler und vor Allem viel viel weicher. Diesen Effekt habe ich durch ein bisschen Reibung und einige beherzte Schläge mit einem abgerundeten Hammer zusätzlich verstärkt.

Zuletzt habe ich den Becher mit einem stabilen (ebenfalls gefetteten) Lederband wieder genäht. Dazu musste ich die Löcher der ursprünglichen Nähte natürlich erst etwas vergrößern, doch ging das mit einem Zahnstocher erstaunlich gut. "Genäht" ist die Naht eigentlich auch nicht. Da das Lederband ja nicht ausfranst, habe ich es einfach durchgesteckt und festgezogen, ohne eine Nadel zu verwenden. Doppelt gelegt wie beim Einfädeln in eine Nadel hätte das Band definitiv nicht durch die Löcher gepasst.

Becher von hinten
Blick auf die Naht
(Die Würfel sind natürlich nicht selbst gemacht. Ich habe sie vor Jahren gekauft, weiß aber leider nicht mehr wo.)

Kommentare:

  1. Sieht richtig urig aus! Mit Gebrauchsspuren mag man viel lieber spielen. Mu

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